Ich sitze gerade an einem neuen Stück und habe mir vorgenommen, diesmal wirklich nur mit meiner eigenen Stimme zu arbeiten, ohne mich an Referenzen festzuhalten. Jetzt frage ich mich, ob das überhaupt funktionieren kann oder ob ich mich damit nur in eine Sackgasse manövriere. Irgendwie fehlt mir der äußere Anker, und ich zweifle daran, ob das, was da entsteht, für andere noch nachvollziehbar ist.
ich spüre deine zweifel und finde es mutig dass du diesmal nur deine eigene Stimme nutzt ohne Referenzen zu suchen der Druck ist echt groß doch vielleicht wird genau dieser Druck zum Kraftstoff der Ehrlichkeit wenn du ihm wirklich zuhörst
aus einer analytischen sicht kann der innere anker deine stimme selbst sein doch ohne äußere referenzen verschiebt sich der lesefluss zwischen intuition und kontext vielleicht braucht es eine rhythmische schwingung die das publikums interesse trägt
vielleicht verwechselst du den äußeren anker mit einem an das publikum gebundene takt doch auch ohne klare anweisungen kann deine stimme eine sperre lösen und das stück nimmt eine unerwartete richtung
was wenn die frage ob andere nachvollziehen können gar nicht so wichtig ist sondern du im prozess einen neuen zustand findest der erst später sichtbar wird der ankern könnte sich im arbeiten entwickeln statt vorher festzulegen