Manchmal frage ich mich, ob ich zu viel nachdenke. Letztens habe ich einen alten Freund auf der Straße getroffen, wir haben uns verabredet, auf ein Bier zu gehen. Aber jetzt, ein paar Tage später, habe ich diese komische Unentschlossenheit. Ein Teil von mir freut sich wirklich, der andere hat fast so eine Art soziale Trägheit. Ich will nicht unhöflich wirken, aber ich spüre auch einfach keine große Energie für das Treffen. Geht es anderen auch manchmal so, dass man sich auf etwas freut, aber gleichzeitig der innere Schweinehund alles in Frage stellt?
Das kenne ich auch. Beides geht gleichzeitig. Da ist eine Freude die fast kichert und daneben eine stille Zögerung die dich nicht loslässt.
Vielleicht ist es eine normale Dissonanz zwischen Erwartung und Gegenwart. Es geht weniger um den anderen als um deine Sorge vor Überforderung oder Ablehnung.
Vielleicht sehe ich das falsch und du spürst eher eine Prüfungssituation statt eines entspannten Gesprächs. Du musst dich beweisen statt einfach zu reden.
Wieso soll man immer einen klaren Plan haben wenn menschlich sein doch auch bedeutet zu schwanken?
Manche würden sagen du sollst einfach handeln doch ich bleibe skeptisch und frage mich wie oft solche inneren Widerstände wirklich nur ein Spiegel deiner Laune sind.
Vielleicht geht es hier eher um das thema gemeinschaft als um das bier treffen und das offene rahmen spiel neu zu denken.