Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Seit ein paar Monaten baue ich eine kleine interne Tool-Sammlung für mein Team auf und habe mich dabei fast instinktiv für Open-Source-Lösungen entschieden. Jetzt wurde mir aber von einem Kollegen aus der Buchhaltung nahegelegt, dass wir vielleicht doch besser auf proprietäre Software setzen sollten, allein schon wegen der Haftungsfrage. Das hat mich ins Grübeln gebracht. Ich frage mich, ob ich in meiner Begeisterung für die offenen Alternativen vielleicht etwas Wichtiges übersehen habe, besonders was die langfristige Verantwortung angeht. Wie handhabt ihr das in euren Projekten, wenn es um solche rechtlichen Bedenken geht?
Open Source hat viele Vorteile, doch Haftung bleibt auch hier ein Thema das man nicht ignorieren sollte.
Es klingt nett zu sparen und flexibel zu bleiben, aber wer steht bei einem Schaden wirklich gerade.
Bei Open Source musst du klären wer die Pflege übernimmt und wie Sicherheitsupdates verteilt werden damit niemand im Nebel sitzt.
Vielleicht steckt die eigentliche Frage nicht in der Lizenzform sondern in der Governance und in den Vereinbarungen mit Dritten.
Ich frage mich ob du die Premisse wirklich korrekt sortierst denn Haftung wird oft falsch verstanden und die Praxis geht andere Wege.
Eine praktische Sicht ist zu prüfen wie lange Projekte gepflegt werden und wer das Risiko übernimmt wenn der Maintainer verschwindet.
Vielleicht lohnt es sich auch das Thema neu zu rahmen und zu schauen wie offene Teile und proprietäre Teile zusammen funktionieren statt eine einfache Wahl zu treffen.