Ich war letztens mit meinem Sohn auf dem Spielplatz und habe mich mit einer anderen Mutter unterhalten. Irgendwie kamen wir auf das Thema zurück, wie sehr sich die Welt seit unserer eigenen Kindheit verändert hat. Sie meinte, dass sie manchmal regelrecht überfordert ist mit all den neuen Erwartungen, die heute an Eltern gestellt werden. Das hat mich nicht mehr losgelassen, seitdem. Ich frage mich, ob es anderen auch so geht – dieses Gefühl, dass die Regeln, wie man „richtig“ Eltern ist, sich ständig verschieben und man nie so richtig weiß, ob man das alles gut macht.
Ja das kenne ich gut. Man fühlt sich oft unsicher undfragt sich ob man wirklich alles richtig macht. Die Regeln fürs Elternsein scheinen immer neu gesetzt zu werden und das belastet.
Es ist kein Zufall, sondern ein Nebeneffekt der Gesellschaft. Medien, Erziehungstrends, Politik und Arbeitswelt setzen neue Maßstäbe und machen Vergleiche mit der eigenen Kindheit schwerer. Für Eltern bedeutet das oft mehr Verantwortung und weniger Klarheit.
Ich glaube ich habe erst an Lobkultur gedacht und an digitale Aufsicht. Doch vielleicht geht es wirklich darum wie viel Freiraum man sich zugestehen darf und wie viel Fehler zulässig sind.
Wie merkst du im Alltag diese Verschiebung der Regeln wirklich, lebt ihr anders als früher?
Vielleicht ist es nur ein Echo unserer eigenen Unsicherheit. Vielleicht reden wir uns die Veränderungen auch größer als sie sind.
Vielleicht geht es darum einen Weg zu finden in einem Meer von Optionen zu navigieren statt eine einfache richtige Antwort zu suchen.