Okay, also ich muss das mal loswerden. Ich habe gerade die ersten paar Folgen von Frieren geschaut, nachdem es mir jetzt schon ewig empfohlen wurde. Ich finde die Stimmung und die ruhige Art wirklich schön, aber irgendwie fühle ich mich dabei auch so seltsam melancholisch. Es ist nicht traurig im klassischen Sinne, aber es hinterlässt bei mir immer so eine nachdenkliche Stimmung, mit der ich nicht ganz sicher umzugehen weiß. Geht das noch jemandem so, wenn er eine Serie schaut, die einen emotional so anders packt?
Ja das kenne ich. Wenn Frieren eine stille Wucht hat bleibe ich danach lange nachdenklich zurück. Es ist nicht traurig im klassischen Sinn aber es zieht mich hinein in eine stille Melancholie.
Vielleicht wirkt die Ruhe wie eine Kamera die langsamer dreht und dadurch Räume freilegt in denen Gedanken schweben.
Vielleicht liegt es am ruhigen Tempo der Erzählung es gibt kein lautes Finale sondern kleine Bruchstücke die sich nach und nach setzen.
Oder vielleicht ist das nur eine Modeerscheinung der Streaming Zeit ich frage mich ob diese Melancholie wirklich so besonders ist oder ob das nur an der Bildsprache liegt?
Was wäre wenn man die Frage neu rahmt und sich fragt wie Zeit oder Erinnerung in Geschichten funktionieren.
Ich merke bei mir dass ich beim Sehen nicht immer klare Antworten will sondern eher das leichte Schweben zwischen Ideen.
Vielleicht ist das keine einfache Reaktion sondern nur ein Flackern im Kopf und ich lasse es stehen statt zuzustimmen