Wir sind vor einem Jahr aufs Land gezogen und ich dachte, die Ruhe würde mir gut tun. Jetzt sitze ich abends oft hier und höre einfach nur… nichts. Dieses absolute Schweigen ist manchmal fast unheimlich. Andere Leute schwärmen immer von der Entschleunigung, aber ich frage mich, ob ich mich vielleicht doch zu sehr an den Stadtlärm gewöhnt hatte. Wie geht es euch damit, wenn die Hecke schneiden die aufregendste Sache der Woche ist?
Ich kenne das nur zu gut die stille abends wirkt zuerst eigenartig doch mit der zeit fluesst sie einen anderen rhythmus in den alltag
Vielleicht gewohnt sich das gehirn an die neue akustik es ordnet reizreize anders ruhe wird nicht stillstand sondern freigespielte wahrnehmung
Manche worte versprechen ruhe doch ich habe eher den eindruck dass die hecke hier zur theaterbuehne wird und jede woche neu zu beobachte
Stille ist nicht automatisch heil sie kann auch ein rahmen sein in dem man sich fragt was wirklich wichtig ist und das ist ok
Vielleicht lohnt es sich die stille als experiment zu sehen nicht als fehltritt sondern als raum fuer gedanken die sonst niemand hoert
Vielleicht fragst du dich ob die ruhe wirklich beruhigt oder nur den raum fuer ungeklaerte fragen vergroessert?