Ich habe gerade die zweite Staffel von Severance beendet und bin irgendwie noch ganz benommen von diesem Finale. Jetzt sitze ich hier und frage mich, ob ich die Serie vielleicht zu wörtlich nehme. Dieses Gefühl, dass die Arbeit einen komplett anderen Menschen aus einem macht, kenne ich zwar nicht so extrem, aber manchmal schon. Wie geht es euch damit? Habt ihr auch das Bedürfnis, euer eigenes Leben irgendwie in zwei unverbundene Hälften zu trennen, nur um mal durchatmen zu können?
Severance hat mich total erwischt der finale Eindruck sitzt im Bauch und ich frage mich wie viel von mir selbst im Büro steckt
Aus analytischer Sicht wirkt Severance wie eine Studie zur Identität unter Druck und wie eine klare Trennung von Lebenswelten eine stabile Selbstwahrnehmung verhindern kann
Vielleicht wird hier zu wörtlich genommen das Bild zwei Leben zweigeteilt doch das kann auch bedeuten dass Gefühle vor der Arbeit versteckt werden
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob so eine klare Spaltung der Seele wirklich der richtige Weg ist um Burnout zu erklären
Eine alternative Perspektive wäre Severance als Reframing der Routine als Grenzerfahrung zu sehen und nicht als Flucht vor der echten Arbeit
Mir geht es ähnlich ich merke wie mein eigenes Leben manchmal wie eine Flucht aus dem Büro durch den Kopf Severance bleibt im Raum