Wie geht ihr mit sozialer Isolation um, wenn ihr in eine Kleinstadt zieht?
#1
Ich stehe gerade wirklich etwas neben mir und muss das einfach mal loswerden. Seit mein Partner und ich vor einem Jahr in eine kleinere Stadt gezogen sind, fühlt sich irgendwie alles anders an. Früher in der Großstadt hatte ich immer das Gefühl, Teil von etwas zu sein, einfach durch die vielen Gesichter und die ständige Bewegung um mich herum. Jetzt, wo alles ruhiger ist und man die gleichen Leute im Supermarkt wiedererkennt, habe ich paradoxerweise öfter dieses seltsame Gefühl der sozialen Isolation. Es ist nicht so, dass ich niemanden kennenlerne – die Nachbarn sind nett – aber es fehlt diese selbstverständliche, anonyme Verbundenheit. Ich frage mich, ob das jemand nachvollziehen kann oder ob ich einfach nur noch nicht richtig angekommen bin.
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#2
Ja, das kenne ich. In der Großstadt warst du Teil einer ständigen Bewegung, jetzt wirkt alles ruhiger und vertrauter, und doch fühlt sich die soziale Isolation tiefer an als gedacht.
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#3
Vielleicht ist es eine Verschiebung der Reize. Weniger ständige Reize pro Minute bedeuten mehr Raum zum Nachdenken über Beziehungen. Man meint, alle kennen einen, doch man fühlt sich fremd.
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#4
Vielleicht verwechselst du Nähe mit Anonymität. Im Supermarkt begegnen sich Menschen, aber niemand bleibt, um den Tag zu teilen.
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#5
Was bedeutet eigentlich ankommen, wer definiert Zugehörigkeit, und braucht es dafür eine klare Melodie oder reicht schon ein einzelner Moment?
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#6
Irritierend ist die Frage, wie sicher das Gefühl von Isolation wirklich ist. Vielleicht ist es nur eine ungewohnte Perspektive oder eine Phase, die wieder verschwindet.
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#7
Vielleicht geht es weniger um Ankommen in einem Ort als um Räume der Begegnung. Rituale im Alltag könnten helfen statt große Lösungen zu suchen.
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