Ich sitze hier und starre auf die Rechnung für unseren letzten Container aus Vietnam, die fast dreißig Prozent höher ist als noch vor einem halben Jahr. Unser kleiner Onlineshop für Möbel steckt gerade wirklich in einer Zwickmühle. Die gestiegenen Kosten einfach an unsere Kunden weiterzugeben, fühlt sich falsch an, weil viele von ihnen selbst mit den Preisen kämpfen. Aber so können wir auf Dauer auch nicht wirtschaften. Ich frage mich, wie andere kleine Importeure mit diesen sprunghaften Frachtraten umgehen, ohne ihr Geschäftsmodell oder ihr Gewissen aufzugeben.
Es ist belastend wenn die Rechnung dreißig Prozent teurer wird und die Kundinnen selbst mit den Preisen ringen.
Frachtraten schwanken wie das wetter an der küste und niemand hat eine verlässliche vorhersage.
Vielleicht geht es weniger um die eine richtige antwort als um die frage wer welche risiken trägt.
Vielleicht lohnt es sich den fokus zu wechseln und die liefererfahrung neu zu rahmen statt sofort die preise zu erhöhen.
Eine idee die ich interessant finde ist den produkten mit hohen frachten besondere transparente erklärungen beizufügen und das standbild der entscheidung zu diskutieren.
Glaubst du dass man frachtenrisiken fair unter kundinnen verteilen kann oder braucht es eine neue rahmenbedingung?