Ich stecke gerade in einem Projekt fest, wo ich eine kurze, atmosphärische Traumsequenz animieren soll. Die Referenzen, die ich gesammelt habe, wirken alle irgendwie zu glatt und clean, aber ich möchte dieses Gefühl von verzerrter Erinnerung und weichen Übergängen einfangen. Mein erster Ansatz mit traditionellem Morphing fühlt sich zu technisch und vorhersehbar an. Ich frage mich, ob jemand schon mal mit einer anderen Herangehensweise experimentiert hat, um diese Art von fließender, fast träumerischer Verwandlung zu erreichen. Mir schwebt etwas Organischeres vor, bei dem die Formen sich wirklich ineinander auflösen.
Eine Traumsequenz die sich anfühlt als würde Erinnerung langsam in Luft zerfließen. Ich stelle mir vor dass Formen sich ineinander auflösen statt zu wechseln damit das Bild atmet und nicht starr bleibt. Die Übergänge sind nicht scharf sondern leicht schimmernd wie Nebel im Morgengrauen.
Vielleicht ist der Weg nicht klassisches Morphing sondern eine Kombination aus organischen Masken und noisigen Displacement Ebenen. Nutze weiche Kanten und treibe Erosion durch eine zufällige Bewegung der Farben an statt einer gezogenen Linie. Die Idee ist dass das Bild sich verwandelt indem Materialien sich verformen und neue Konturen bilden.
Was wenn du eigentlich an etwas ganz anderes denkst und Morphing gar nicht brauchst und die Kamera sich langsam zurückzieht und die Szene von selbst zerfließt wie Tinte im Wasser? Vielleicht öffnet das eine andere Art von Erinnerung.
Vielleicht reicht es zu hinterfragen statt zu lösen und die Vorstellung zu zerpflücken. Was wenn der wichtige Punkt gar nicht die Form der Verwandlung ist sondern die Wahrnehmung der Zeit in der Szene?