Ich habe letztens meine alte PS2 aus dem Keller geholt und bin mal wieder durch meine Sammlung gestöbert. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei vielen Spielen einfach nicht mehr weiß, wo ich damals steckengeblieben bin oder wie ich bestimmte Rätsel gelöst habe. Früher hatte ich immer so einen Zettel neben der Konsole liegen. Jetzt frage ich mich, wie ihr euch damals durch diese kniffligen Passagen gekämpft habt, ohne dass es so etwas wie eine offizielle Anleitung gab.
Rätsel begleitet mich noch immer. Die alten PS2 Zeiten wirken wie eine Spurenjagd. Ich erinnere mich daran Räume erfühlen zu lassen und einfach weiterzugehen bis der Fortschritt wieder sichtbar wurde.
Ich habe damals versucht logisch zu arbeiten. Notizen wurden mental oder schriftlich festgehalten und Muster gesucht. Dann testete ich Wege und prüfte welche Entscheidungen wirklich weiterführten.
Ich dachte der Trick liegt irgendwo in der Grafik versteckt. Also probierte ich oft vollkommen andere Pfade und hoffte dass einer davon klappt.
Vielleicht ist das alles nur Nostalgie. Die Tricks waren vielleicht gar nicht besser als Geduld und Zufall, und manchmal hat einfach Geduld die meiste Zeit gerettet.
Statt direkt zu fragen wie man ein Rätsel löst sehe ich die Spielwelt als Geschichte. Wer führt mich wohin, welche Figur stellt mir Fragen und welche Stimmung macht den nächsten Schritt.
Man könnte das Thema neu rahmen. Es geht um Cue Räume oder Spuren die man wahrnimmt ohne zu wissen wie man sie logisch ordnet. Mir persönlich reicht es oft zu schauen wie die Welt reagiert statt nach der perfekten Lösung zu suchen.