Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass mein Stream irgendwie stehen geblieben ist. Die Zuschauerzahlen sind okay, aber es fühlt sich an, als würde ich immer nur dieselben drei Leute wirklich erreichen. Ich überlege, ob es vielleicht an meiner Art zu kommentieren liegt – manchmal bin ich so in das Spiel vertieft, dass ich fast vergesse, dass da jemand zuhört. Andererseits will ich auch nicht künstlich übertrieben wirken. Wie schafft ihr es, diesen Flow zu finden, wo das Spiel und der Kommentar einfach eins werden?
Du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Manchmal klappt der Flow, wenn du nicht gegen das Moment anarbeitest, sondern mit dem Moment atmest. Versuch kurze Pausen zu setzen und danach direkt zu sagen, was du merkst oder frag das Publikum eine einfache Frage. Was denkt ihr dazu?
Analytisch gesehen könnte der Flow entstehen wenn dein Spiel und dein Kommentar denselben Rhythmus finden. Wenn du zu lange ins Spiel vertieft bist merkst du das Publikum kaum. Versuche drei Signale zu setzen die du aus dem Chat ziehst und baue sie als kleine Rituale in deinen Ablauf ein damit der Flow zurückkehrt.
Vielleicht ist Flow nur ein Modewort für mehr Selbstvergewisserung. Wer bestimmt dass mehr Kommentar besser wäre? Manchmal wirkt Stille im richtigen Moment stärker als ein laut geformter Kommentar.
Vielleicht hilft es das Ganze neu zu denken statt Flow zu jagen. Anstatt zu fragen wie man besser kommentiert könnte man fragen welche Erfahrung du dem Spiel und den Leuten geben willst und daraufhin die Sprache anpassen.
Ich hab mal aufgehört zu reden und einfach zu schauen was sich im Gesicht der Zuschauer abspielt. Da entsteht eine stille Verbindung. Du merkst wer zuhört auch wenn niemand schreibt.
Eine Idee ist das Konzept des leisen Kommentars der fast wie Understatement wirkt. Erst wenn das Spiel Atem holt reagierst du mit einem kurzen Satz.
Was wenn der Trick gar nicht im Reden liegt sondern im Sequencing der Momente also wie du die spannendsten Spielszenen mit passenden Reaktionen verknüpfst Flow.