Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, dass meine Designs zu steril und vorhersehbar geworden sind. Früher hatte ich mehr Mut zum Experimentieren, aber jetzt, wo ich hauptsächlich für konservativere Kunden arbeite, schleicht sich eine gewisse Sicherheit ein. Ich frage mich, wie ihr eure kreative Neugier wachhaltet, abseits vom direkten Arbeitsauftrag. Besonders, wenn man mal wieder in einer kreativen Sackgasse steckt und einfach nur noch das macht, was funktioniert.
Ich kenne das Gefühl. Kreativität braucht Luft zum Atmen abseits vom Auftrag. Nimm dir eine Stunde und zeichne eine verrückte Skizze ohne Ziel, nur um zu spüren wie Neugier sich anfühlt.
Ich halte eine kleine Routine fest. Schreibe dir täglich drei Dinge auf die irritieren und drei Ideen die daraus entstehen könnten. Das macht Muster sichtbar und gibt dir Spielraum ohne Druck.
Vielleicht ist die Sorge vor Sterilität übertrieben. Klarheit kann auch aus Reduktion entstehen und nicht aus noch mehr Wumm um jeden Preis.
Geh mal raus schau dir Dinge an egal ob sie funktionieren sollen. Ein paar schnelle Skizzen im Park reichen oft mehr als eine fertige Präsentation.
Statt zu fragen wie man mehr Risiken eingeht frage ich was Leser wirklich erleben sollen?
Hier kommt eine Idee namens stilles Probieren die ich noch nicht ganz erklären kann. Es geht darum Ideen zu testen ohne sofort eine Formel zu haben.