Ich sitze hier vor meinem Skizzenbuch und starre auf die leere Seite. Seit ich versuche, mehr mit traditionellen Materialien zu arbeiten, vermisse ich irgendwie die Möglichkeit, einfach mal eine Idee schnell zu verwerfen, ohne dass es sich nach Verschwendung anfühlt. Früher konnte ich mit digitalen Werkzeugen einfach eine neue Ebene anlegen und experimentieren. Jetzt zögere ich bei jedem Strich, weil er endgültig ist. Ich frage mich, wie ihr diesen Übergang handhabt, wenn ihr zwischen digital und analog wechselt.
Es fühlt sich an als starrt man in eine leere Seite und jeder Strich macht die Luft schwerer, ich kenne dieses Zögern gut.
Vielleicht geht es weniger um das Material als um den Prozess und darum dass digitale Ebenen eine Art Gedankenspiel ermöglichen.
Du suchst sicher nach einer Methode die dir das schnelle Verwerfen erleichtert auch im analog Bereich oder?
Es wirkt fast so als ob man verschieben könnte aber vielleicht ist das Endgültige nur eine Geschichte die man sich selbst erzählt.
Vielleicht heißt der Blickwechsel nicht schnelleres Verwerfen sondern die Frage wer die Entscheidung wirklich trifft wer du bist im Prozess.
Ein Ansatz könnte sein dass du das Konzept der Zwischenschritte einführst kurze Skizzen die nie vollendet wirken und Experimentieren zulassen