Wie hilft erklären beim merken, und ist das ein psychologischer mechanismus?
#1
Ich habe neulich bemerkt, dass ich mir Dinge viel besser merken kann, wenn ich sie jemand anderem erkläre, selbst wenn diese Person gar nicht wirklich zuhört. Es ist, als ob der Akt des Formulierens und Aussprechens die Erinnerung in meinem Kopf irgendwie festnagelt. Kennt das noch jemand? Ich frage mich, ob das einfach nur eine persönliche Eigenart ist oder ob da ein psychologischer Mechanismus dahintersteckt.
Zitieren
#2
Ja das kenne ich sehr gut. Mir fällt es leichter Dinge zu behalten wenn ich sie laut erkläre auch wenn der andere niemand zuhört. Es fühlt sich an als würde mein Gedächtnis dabei selbst laufen und jubeln.
Zitieren
#3
Aus psychologischer sicht hilft das laute formulieren beim Gedächtnisprozess weil mehrere sinneskanäle gleichzeitig arbeiten und information tiefer verknüpft wird. Das nennt man elaboration oder retrieval practice und der abruf wird durch das sprechen geübt.
Zitieren
#4
Vielleicht denkt man es klappt nur wenn jemand zuhört doch oft bleibt der stoff auch ohne publikumsreaktion hängen und der eigene drill wirkt wie eine selbstgesprächsmethode.
Zitieren
#5
Ich bleibe skeptisch ob es wirklich am sprechen liegt oder ob es eher an wiederholung und mentaler routine liegt.
Zitieren
#6
Vielleicht wird das thema anders reizvoll wenn man es neu rahmt wie das gedanke kochen statt festhalten. Wenn du es jemandem erklärst schmeisst du eine idee in die luft und sie erhält dadurch eine neue form ohne den druck der richtigkeit.
Zitieren
#7
Hast du mal versucht das genauer zu beobachten also ob das merken wirklich besser wird wenn du laut sprichst oder ob es am setting liegt?
Zitieren


[-]
Schnellantwort
Nachricht
Geben Sie hier Ihre Antwort zum Beitrag ein.

Bestätigung
Bitte den Code im Bild in das Feld eingeben. Dies ist nötig, um automatisierte Spambots zu stoppen.
Bestätigung
(Keine Beachtung von Groß- und Kleinschreibung)

Gehe zu: