Ich sitze gerade an einem kleinen persönlichen Projekt und versuche, eine einfache Szene mit einem fallenden Blatt zu animieren. Ich habe mir stundenlang Referenzen angesehen, aber mein Ergebnis wirkt immer noch seltsam steif und unnatürlich, fast wie ein Stück Papier. Ich frage mich, ob ich zu sehr auf den reinen Pfad der Bewegung fixiert bin und dabei die winzigen, chaotischen Rotationen und das leichte Flattern übersehe, die so ein Blatt in der Luft eigentlich macht. Vielleicht fehlt einfach diese eine, subtile Bewegung, die dem Ganzen Leben einhaucht.
Du hast recht das Flattern macht den Unterschied. Ein Blatt fällt nicht einfach runter es macht winzige Rotationen und Luftverwirbelungen die man nur schwer sieht aber spürt.
Versuch eine kleine Verformung jeder Blattfläche bei jedem Luftstoß einzubauen. Sorge dafür dass die Rotation nicht gleichmäßig ist sondern variiert und dass der Aufschlag mit einer leichten Verzögerung reagiert.
Vielleicht denke ich zu technisch und stelle mir das Blatt wie einen Roboter vor der jede Sekunde sauber durchrechnet statt wie ein zerbrechlicher Fetzen der vom Wind getragen wird.
Was wenn das eigentliche Problem gar keine Physik ist sondern die Beleuchtung oder die Kamera Perspektive die Bewegung einfriert?
Vielleicht hilft es das Blatt als Teil eines größeren Luftflusses zu sehen der Muster erzeugt statt als isoliertes Objekt.
Ein interessantes Konzept wäre ein kleines Rauschen in der Orientierung das sich langsam aufbaut so dass das Blatt nie ganz ruhig bleibt.