Ich habe gerade versucht, ein einfaches Experiment zur Bodenfeuchtigkeit in unserem Garten durchzuführen und bin total aufgeschmissen. Ich dachte, ich könnte einfach mit einem selbstgebauten Hygrometer und ein paar Proben klarkommen, aber die Werte schwanken so extrem zwischen schattigen und sonnigen Stellen. Jetzt frage ich mich, ob meine ganze Methodik vielleicht von Grund auf falsch ist und ob ich überhaupt noch aussagekräftige Daten sammeln kann.
Klingt wirklich frustrierend, ich lausch mit dir. Solche großen Unterschiede zwischen schattigen und sonnigen Stellen passieren oft. Bodenfeuchtigkeit hängt von Verdunstung, Bodentyp und Wurzelaktivität ab, und ein selbstgebautes Hygrometer liefert meist nur relative Werte. Vielleicht hilft es, mehrere Messpunkte zu setzen und gleiche Bedingungen zu wählen, statt wild zu wechseln.
Aus methodischer Sicht braucht es Kalibrierung und Reproduzierbarkeit. Wenn dein System nur relative Bodenfeuchtigkeit misst, musst du Veränderungen dokumentieren und den Einfluss von Licht und Temperatur beachten. Lege eine feste Messhöhe fest und messe zur gleichen Tageszeit unter gleichen Bedingungen.
Ich frage mich ob das ganze sinnvoll ist solange es keine Referenz gibt. Vielleicht willst du eher definieren was du genau messen willst und was eine Aussage zulässt. Sind Unterschiede zwischen Ort und Tiefe wirklich entscheidend?
Vielleicht lässt sich das Thema neu rahmen. Anstatt auf einen perfekten Wert zu pochen könnte man die Verteilung der Bodenfeuchtigkeit im Garten als Indikator für lokale Mikroklimate sehen.
Man könnte das Konzept der Feuchtespanne einführen und beobachten wie sich Werte verschieben wenn man einfache Wassergaben ändert ohne gleich eine Erklärung zu liefern