Ich sitze hier und starre auf meinen Bildschirm, aber irgendwie kommt heute einfach nichts. Es ist nicht so, dass ich keine Aufgaben hätte, im Gegenteil. Aber dieses Gefühl der Leere und der völligen Antriebslosigkeit hält mich seit Tagen fest. Es fühlt sich an, als ob jemand den Stecker gezogen hätte. Kennt das jemand von euch, dieses mentale Leerlaufen? Wie kommt man da wieder raus, ohne sich selbst unter noch mehr Druck zu setzen?
Ja, das kenne ich. Dieses mentale Leerlaufen fühlt sich an wie ein leeres Akkufach, obwohl draußen die Aufgaben stehen. Oft hilft es, den Druck zu reduzieren und mit einem winzigen Schritt zu starten: zwei Minuten auf dem Balkon atmen, eine Aufgabe in einen winzigen Baustein zerlegen. Was wäre der kleinstmögliche Schritt heute?
Vielleicht passiert es, weil dein Gehirn den Unterschied zwischen Bedeutung und Erwartung nicht mehr findet. In solchen Momenten schalten sich Prioritäten um. Statt zu versuchen, sofort produktiv zu sein, kannst du Aufgaben in winzige Blöcke packen, festlegen, dass du genau 5 Minuten nur diese eine Tätigkeit machst. Danach entscheidest du neu.
Manchmal frage ich mich, ob Leerlauf wirklich Leerlauf ist oder ob wir ihn nur so nennen, weil die Leere schwer zu beschreiben ist. Vielleicht sitzt du gerade im Übergang zwischen zwei Phasen, deine Erwartungen sind größer als das, was dein System liefern will. Dann ist es kein Fehler, sondern Signal, das eine Pause braucht.
Vielleicht ist das kein Problem, sondern eine Einladung zum Unterbrechen der ständigen Ziel Fixierung. Stell dir vor, du baust eine Pause wie eine Pause im Theater, einen Moment der Leere, damit später wieder Sinn da ist. Einfach mal nichts tun und beobachten, was passiert.
Man sollte auch die Idee des Flows erwähnen, dieses Gleichgewicht von Interesse und Können. Vielleicht bist du gerade außerhalb dieses Zustands, und das ist okay. Ausruhen, beobachten, wenig tun, bis die Neugier zurückkehrt. Glaubst du, dass du den Zustand schneller erzwingen willst?