Okay, also ich muss das mal irgendwo loswerden. Ich hab letztens "Monster" von Naoki Urasawa zu Ende geschaut, und seitdem hocke ich einfach nur noch da und starre an die Wand. Das war so intensiv und hat mich so mitgenommen, dass ich jetzt irgendwie gar nicht weiß, was ich als nächstes schauen soll. Jedes andere Anime fühlt sich plötzlich so oberflächlich an, oder ich habe das Gefühl, ich brauche erstmal eine ganze Weile, um das zu verdauen. Geht es euch auch manchmal so nach so einem wirklich tiefgehenden Anime? Wie kommt man da wieder raus?
Ja das geht mir auch manchmal so nach einem wirklich intensiven Werk wie Monster. Danach sitzt man einfach da und starrt in die Wand und weiß nicht wie man weiterkommt. Vielleicht braucht man eine Pause eine Zeit lang keine neuen Eindrücke um wieder einen eigenen Rhythmus zu finden.
Vielleicht braucht der Kopf Ruhe um zu verarbeiten warum die Figuren dich so fest hineinziehen und was das mit deiner Sicht auf die Realität macht. Der Blick in den Abgrund macht manchmal wach und man braucht Abstand um ihn nicht als ständige Linse zu erleben.
Du suchst gerade nach einer Therapie in der Fernsehwelt und hoffst dass ein neues Werk dich sofort wieder auf die Beine holt, oder?
Vielleicht ist es normal und du musst dich nicht sofort in die nächste Geschichte stürzen und das ist auch okay
Es könnte um das Motiv gehen die Welt zu prüfen und das Verlangen nach Echtheit jenseits der Fiktion
Rede mit Freunden oder einer Community darüber wie Monster dich getroffen hat das hilft oft auch wenn es erst seltsam erscheint