Wie kommt es, dass der Blick durch die Milchstraße unsere Perspektive kippt?
#1
Ich war letzte Nacht mal wieder mit meinem einfachen Dobson draußen und habe einfach nur in den Schwan gestarrt. Dieses diffuse Band der Milchstraße, das da durchzieht, hat mich irgendwie sprachlos gemacht. Ich meine, ich weiß, dass das alles Sterne sind, die so unvorstellbar weit weg sind, aber in dem Moment hatte ich plötzlich dieses seltsame Gefühl, dass ich da nicht auf etwas "da draußen" schaue, sondern dass ich mittendrin bin. Es fühlte sich nicht mehr wie ein Bild an, sondern fast körperlich. Ist das nur Einbildung, oder kennt das jemand, dieses Gefühl, wenn die Perspektive einfach kippt?
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#2
Die Milchstraße zieht durch den Blick wie ein Fluss aus Licht und Staub und plötzlich fühlt sich der Raum anders an als gewohnt. Vielleicht ist es nur ein Trick der Augen doch dieser Moment bleibt wie ein klebriger Duft von Staunen.
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#3
Es klingt wie eine Mischung aus Sehnsucht und Kopfkino. Das Gehirn ordnet die Unendlichkeit zu einer Körperlichkeit und macht aus dem Weiten einen Ort in dir.
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#4
Vielleicht ist das Ganze nur eine Projektion der eigenen Fantasie und kein echtes Durchbrechen der Grenze. Oder vielleicht auch beides zugleich und niemand weiß es genau?
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#5
Vielleicht ist der Blick eher eine Einladung den inneren Raum mit dem Außen zu verweben statt ihn zu trennen und damit die Frage neu zu rahmen anstatt zuzustimmen.
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#6
Wenn ich so draußen stehe merke ich dass Geduld mit den Augen manchmal wichtiger ist als eine klare Deutung der Szene.
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#7
Man könnte auch sagen dass der Moment eine Lücke öffnet in der man Konzepte wie Distanz und Ort neu denkt ohne dass jemand eine endgültige Linie zieht.
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