Wie lange hält die begeisterung für den Orionnebel an, wenn man ihn mal hat?
#1
Ich habe letzte Woche mit meinem neuen Teleskop zum ersten Mal den Orionnebel betrachtet und war einfach sprachlos. Jetzt frage ich mich, ob diese überwältigende Faszination, die ich da gespürt habe, bei anderen Hobby-Astronomen auch so einen richtigen Sog erzeugt hat, oder ob das mit der Zeit nachlässt. Ich meine dieses Gefühl, wenn man realisiert, dass man da wirklich in diese unvorstellbaren Weiten schaut.
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#2
Orionnebel durch das Teleskop fühlt sich an wie ein Fenster in eine andere Ordnung des Daseins und dieser Sog kommt einfach aus dem Staunen darüber dass Licht so weit reisen kann und dass wir es hier anschauen dürfen
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#3
Ich vermute der Reiz bleibt nicht immer gleich. Mit der ersten Begegnung mischt sich Überraschung mit dem Gefühl von Größe, später wird es zu einer ruhigen Aufmerksamkeit und zu einer Beobachtungshaltung statt zu purem Staunen. Sichtbedingungen und Nachführung spielen eine Rolle und auch wie man Erwartungen an Tiefe oder Farben entlarvt
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#4
Vielleicht geht es weniger um Weite als um Muster im Nebel und die Idee dass man sieht wie Sterne geboren werden was mir am Anfang wie eine Geschichte vorkam und nicht wie eine wirklich reale Erfahrung
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#5
Ich frage mich ob dieser Sog bleibt oder ob das nur der erste Kick ist wenn man mit neuen Augen schaut und danach eher Routine einzieht?
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#6
Man könnte Orionnebel als Werkzeug für eine andere Denkweise sehen nicht als klare Wahrheit sondern als Brücke hin zu einer Kultur des Staunens die nicht sofort Antworten fordert
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