Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem mit meinem Lernprozess. Seit ein paar Wochen versuche ich, mir komplexe biochemische Stoffwechselwege anzueignen, indem ich einfach die Lehrbuchkapitel wieder und wieder durchlese. Aber in der Klausur letzte Woche ist dann einfach nichts hängen geblieben, ich konnte die Zusammenhänge nicht aktiv herstellen. Irgendwie fehlt mir die Tiefe. Ich frage mich, ob diese Art des passiven Wiederholens überhaupt für jeden Stoff geeignet ist. Vielleicht braucht es für so etwas mehr als nur Lesen.
Verständlich dass du frustriert bist, beim Lernen geht es oft weniger um Lesen als um Verknüpfen und Handeln
Für den Lernprozess kann eine bloße Wiederholung nicht reichen, beim Lernen helfen Diagramme Karten und das laute Erklären der Schritte
Ist es möglich dass du das Stoffwechselnetzwerk eher als Bild statt als Text siehst und dadurch die Verbindungen spürst?
Vielleicht braucht es eine Routine aus aktiver Rekonstruktion Fragen beantworten und neue Verknüpfungen zeichnen statt Kapitel wiederholen
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob die Methode wirklich universell funktioniert oder ob du individuell eine andere Perspektive brauchst
Vielleicht könnte man das Thema auch neu rahmen wie ein Netz aus Enzymen und Reaktionen statt einer linearen Abfolge und sehen was dabei Sinn macht