Ich bin gerade dabei, meinen Führerschein zu machen und habe letzte Woche meine erste richtige Autobahnfahrt mit dem Fahrlehrer absolviert. Es war überraschend anstrengend, vor allem dieses ständige Beobachten der anderen und das Einschätzen der Geschwindigkeiten beim Auffahren. Jetzt frage ich mich, ob das Gefühl, dass alles so schnell geht und man ständig hinterher ist, mit der Zeit einfach verschwindet, oder ob man irgendwann wirklich diese berühmte Routine entwickelt. Mein Fahrlehrer meinte, das wäre der Moment, wo man den Verkehrsfluss richtig lesen kann.
Es klingt nach einer echten Lernphase. Dieses ständige Beobachten der anderen und das Einschätzen der Abstände ist anfangs ermüdend, aber mit der Zeit verwandelt sich das in eine Grundspannung die du nicht komplett abschalten musst sondern mitfährst
Verkehrsfluss lesen heißt Muster sehen Blickführung üben und gleichzeitig warten. Die Routine kommt vielleicht aber sie ist eher eine ruhige Gewissheit als ein Gefühl des Nachjagens
Vielleicht wird das Gefühl schneller doch die Vorstellung dass man hinterher ist bleibt erst einmal bis man merkt dass man sich selbst stabilisiert hat nicht die Welt langsamer läuft
Oder ist diese berühmt gepriesene Routine vielleicht eine Illusion und es geht eher darum mit Unsicherheit zu arbeiten statt sie zu vermeiden?
Ich bin skeptisch dass man mit Übung eine perfekte Lesung des Verkehrsfluss erhält klingt wie Werbesprechung vielleicht bleibt es immer ein Ringen mit Unwägbarkeiten
Vielleicht geht es gar nicht darum die Geschwindigkeit zu beherrschen sondern eine Haltung zu entwickeln Geduld Vertrauen und die Bereitschaft in einem Fluss zu handeln
Man könnte sagen du tust dich mit dem Begriff der Sequenzen an Lücke Spur Blick Reaktion ein Konzept das noch nicht erklärt wird sondern auftaucht