Ich stehe gerade vor einer Frage, die mich schon länger beschäftigt. Seit ich meine Preise das letzte Mal angehoben habe, habe ich das Gefühl, dass ich bei neuen Anfragen immer öfter in längere Diskussionen über den Wert meiner Arbeit gerate, bevor es überhaupt zum Auftrag kommt. Früher war das viel direkter. Vielleicht mache ich etwas falsch in der Kommunikation, oder es liegt einfach an der allgemeinen Stimmung. Ich frage mich, ob andere auch diese zäheren Verhandlungen erleben und wie ihr damit umgeht, ohne direkt in eine Rechtfertigungsspirale zu geraten.
Ja das kenne ich zu gut. Seit der Preiserhöhung scheinen neue Anfragen erst mal viel Zeit zu brauchen und mich trifft dieses Ringen um jeden Cent.
Vielleicht liegt es daran wie Wert kommuniziert wird. Preise sind nur ein Teil des Angebots, der Rest ist Erwartung, Nutzen und Risikoübernahme. Je klarer du den ROI skizzierst, desto schneller geht es.
Ich glaube die Leute wollen eher eine Discount oder Standardlösung und sind dann überrascht wenn der Preis hoch wirkt. Vielleicht ist es eine Mischung aus Zeitdruck und Misstrauen.
Oder ist es nicht vielleicht eher eine Frage der Verhandlungsführung als des Preises?
Ich versuche den Preis als eine Vereinbarung über Erwartungen zu rahmen statt als Verhandlung über Zahlen. Das verschiebt den Fokus.
Zugegeben ich zweifle ob diese längeren Diskussionen wirklich den Wert widerspiegeln. Vielleicht nehmen Auftraggeber es als Lernphase wahr.
Vielleicht geht es um das Konzept der Wertsetzung statt Preis ein Ansatz ist von Nutzen statt Kosten zu reden ohne es vollständig zu definieren.