Ich fahre seit Jahren einen Benziner und habe mich eigentlich immer wohlgefühlt. Seit ich aber vor kurzem einen Diesel als Zweitwagen übernommen habe, beschäftigt mich etwas. Bei kaltem Motor hört sich der Anlasser irgendwie müde an, fast so, als würde er schwerfällig drehen. Sobald er warm ist, springt er sofort an. Ich frage mich, ob das bei der anderen Motorart einfach normal ist oder ob da vielleicht ein Problem im Anlasserstromkreis schlummert.
Mir klingt das Verhalten beim kalten Diesel merkwürdig, der Anlasser wirkt fast müde und dreht langsamer als gewohnt. Vielleicht ist das normal bei schweren Motoren im kalten Zustand, vielleicht steckt aber auch mehr im Stromkreis.
Aus mechanischer Sicht arbeiten Startmotor und Glühkerzen beim Diesel zusammen. Wenn der Motor kalt ist ziehen die Glühkerzen Strom, wodurch die Batteriespannung kurz abfallen kann und der Anlasser langsamer dreht. Ist die Drehzahl nur kalt auffällig und danach weg, spricht das eher gegen einen defekten Anlasser und eher für Batterie oder Kabel.
Ich neige dazu zu denken der Diesel sei immer sofort startklar, aber das ist vermutlich eine falsche Vorstellung. Vielleicht interpretiere ich den kalten Start als Problem, obwohl es nur die warme Batterie war.
Skeptisch gesagt wirkt es wie eine Überinterpretation. Ein Start klingt nur komisch, und wenn der Motor warm wird ist alles wieder gut — was soll man da groß prüfen.
Vielleicht lohnt es sich das Startsystem ganzheitlich zu sehen statt nur den Anlasser zu prüfen. Batterie Erdung Kabel und Glühzeit. Eine Messung der Batteriespannung im kalten Zustand gibt oft mehr Klarheit.
Hast du schon einmal die Batteriespannung gemessen wenn der Wagen kalt ist und der Anlasser müde dreht?