Wie merke ich, ob mein Kind Nähe braucht, statt strikter Regeln am Abend?
#1
Ich stehe gerade wirklich etwas neben mir, weil unser Sohn (fast 3) seit Wochen jeden Abend mit einem neuen Vorwand aus dem Bett kommt. Das klassische "noch ein Glas Wasser" haben wir schon durch. Jetzt ist es eher "mein Kuscheltier hat gehustet" oder "ich muss dir noch ganz wichtig etwas über Dinosaurier erzählen". Mein Partner meint, wir müssen einfach konsequenter sein und ihn sofort zurückbringen ohne Diskussion. Ich frage mich aber, ob da nicht vielleicht doch mehr dahintersteckt und ob diese strikte Methode nicht zu hart ist. Ich habe das Gefühl, er sucht einfach noch diese extra Portion Nähe, bevor es endgültig dunkel wird. Wie handhabt ihr so etwas?
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#2
Es klingt wirklich hart, was ihr da durchmacht. Vielleicht sucht er vor dem Einschlafen einfach Nähe, nicht unbedingt Bosheiten oder Absicht, euch zu testen. So eine kleine, vertraute Routine gibt ihm Orientierung, und trotzdem kann man liebevoll aber klar bleiben. Könnte es helfen, eine kurze Nähe Phase am Anfang des Zubettgehens zu etablieren und danach ruhig zu bleiben, auch wenn er nach mehr ruft?
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#3
Aus der Entwicklungspsychologie wird oft beschrieben, dass Dreijährige noch starke Schlafassoziationen brauchen und Nähe als Sicherheitsanker nutzen. Das strikte Zurückschicken kann funktionieren, aber es könnte auch Ängste verstärken oder den Einschlafprozess in eine Art Probe verwandeln. Wie viel Nähe braucht er wirklich, bevor er einschläft, und wie lässt sich das emotional gut begleiten?
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#4
Vielleicht ist das nur eine Mini Show, die er aufführt, um Dino Geschichten noch länger im Kopf zu behalten. Die Idee, dass es nur um Grenzen geht, könnte zu eng gedacht sein; er testet, wo die Grenze der Nähe beginnt. Wer weiß, vielleicht macht er das ja auch, um zu sehen, ob ihr auf ihn reagiert.
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#5
Was, wenn das Ganze weniger ein Problem ist, sondern ein Konzept das neu gedacht werden will. Statt nur Nein könnte man versuchen, das Thema als Gesprächsfenster zu nutzen und zu sehen, warum Schlaf uns so an Nähe erinnert, an Geschichten, an Trost. Könnte man das Raumgefühl im Zimmer verändern, damit er sich sicher fühlt, ohne dass es zu oft zu Diskussionen führt?
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