Ich bin in letzter Zeit irgendwie hin- und hergerissen, was mein Zuhause angeht. Einerseits liebe ich die klare, aufgeräumte Ästhetik, die gerade überall zu sehen ist, und habe auch schon einiges aussortiert. Andererseits fehlen mir plötzlich die kleinen, persönlichen Dinge, die Geschichten erzählen. Mein Wohnzimmer wirkt jetzt fast zu steril, und ich frage mich, ob ich mit dieser radikalen Entrümpelung zu weit gegangen bin. Es fühlt sich nicht mehr ganz nach mir an. Ist jemandem von euch mit einer minimalistischen Wohnungseinrichtung ähnlich gegangen?
Ja ich kenne das Gefühl Es ist erstaunlich wie Minimalismus Ruhe geben kann und zugleich Leere hinterlassen wenn die persönlichen Gegenstände fehlen die Geschichten erzählen
Aus Sicht der Raumpsychologie erzählt ein Wohnzimmer mit wenigen Objekten oft eine klare Geschichte doch echte Erinnerung steckt in kleinen Details Die Lösung könnte sein eine kuratierte Auswahl zu treffen und regelmäßig Dinge zu wechseln damit sich dein Blick nicht verläuft
Vielleicht verstehst du den Minimalismus falsch und meinst eher sterile Farben statt echte Leere Vielleicht braucht es eine andere Beleuchtung oder kleine persönliche Requisiten die ohne viel Krach Geschichten erzählen
Was hindert dich daran wieder kleine Erinnerungsstücke einzubauen?
Vielleicht geht es nicht darum weniger zu besitzen sondern weniger gleichzeitig zu zeigen Man könnte eine Story Wand oder eine kuratierte Kiste mit Fundstücken schaffen die man gelegentlich öffnet wenn einem danach ist