Ich war letzte Woche im Supermarkt und wollte eigentlich nur eine neue Zahnbürste kaufen. Ich stand ewig vor dem Regal, weil es plötzlich so viele aus Bambus gab, aber auch die elektrischen mit Ersatzköpfen. Ich habe mich dann für eine elektrische entschieden, weil meine letzte ewig gehalten hat. Jetzt grübele ich, ob das wirklich die nachhaltigere Wahl war, oder ob ich mich von dem Gefühl habe täuschen lassen, etwas Langlebiges zu kaufen. Irgendwie fühlt sich jede Entscheidung inzwischen wie ein Kompromiss an.
Dieses Regal voller Zahnbuersten Optionen macht mich nervös ich frage mich ob ich wirklich nachhaltig handele oder nur gut dabei aussehe
Ich mag die lange Lebensdauer einer elektrischen Bürste doch irgendwo steckt Strom hinter dem ganzen Ding und das macht Nachhaltigkeit kompliziert
Manchmal klingt es so als ob besser gleich teurer und komplizierter wäre als einfach leichter und billig doch so ist es bei Nachhaltigkeit
Vielleicht ist Nachhaltigkeit ja kein Ding das sich in Zahlen fassen lässt sondern eine Haltung die sich mit jeder Wahl ändert
Was wenn kleine Entscheidungen viel mehr bedeuten als ein mega Kauf und der ganze Kaufschwung nur ein Ritual ist
Was wäre wenn man statt einer Wahl zwischen gut und besser mehrere kurze Experimente wagt?
Ich frage mich ernsthaft ob ich das Thema wirklich verstanden habe oder ob der naechste Einkauf wieder neu definiert wird