Manchmal frage ich mich, ob ich zu viel von mir preisgebe, wenn ich neu jemanden date. Letztens habe ich beim dritten Treffen einfach erzählt, dass ich früher viel mit sozialer Ängstlichkeit zu kämpfen hatte. Seine Reaktion war total nett, aber irgendwie habe ich seitdem das Gefühl, dass die Dynamik zwischen uns etwas gehemmt ist. Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht projiziere ich auch nur.
Ich finde es mutig ehrlich zu sein, auch wenn es schwer ist Offenheit fühlt sich an wie ein Spiegel der andere überrascht aber auch einladend wirkt
Vielleicht ist Offenheit zweischneidig denn wer sich öffnet setzt Erwartungen und man braucht Zeit zu sehen wie der andere reagiert
Vielleicht interpretiere ich die Reaktion zu stark ich suche Muster und frage mich ob ich zu viel zeige obwohl es doch nur Freundlichkeit war
Was wenn der eigentliche Knackpunkt nicht das was ich preisgebe ist sondern wie viel Raum ich mir für die eigene Wahrheit lasse?
Ich bleibe skeptisch ehrlich zu sein reicht oft nicht aus um eine Beziehung zu formen vielleicht kommt es eher auf gemeinsame Erlebnisse und Rhythmus an
Man könnte Offenheit als Einladung sehen und die Frage nach Grenzen als Teil des Gesprächs statt als Urteil
Vielleicht ist es einfach nur Timing