Ich war letztes Jahr das erste Mal alleine wandern in den Alpen und hatte mir eigentlich fest vorgenommen, einfach mal offline zu sein. Aber dann, auf dieser Hütte, war dieses Gefühl plötzlich so überwältigend, dass ich doch mein Handy ausgegraben habe, nur um jemandem zu schreiben. Es hat sich fast falsch angefühlt, aber gleichzeitig war es genau der richtige Moment. Geht es euch auch manchmal so, dass ihr unterwegs Momente erlebt, die ihr sofort teilen müsst, obwohl ihr eigentlich ganz für euch sein wolltet?
Ja das kenne ich, der Moment ist so intensiv dass der Impuls zu teilen stärker wird als der Wunsch offline zu bleiben
Aus analytischer Sicht wirkt der Impuls zu teilen wie eine Brücke zwischen Gegenwart und Erinnerung, und der Reiz dabei ist oft stärker als der Ernst der offline Ruhe
Ich dachte zuerst es geht um striktes offline bleiben, dabei geht es eher darum den Moment ernst zu nehmen auch wenn das Handy ruft oder?
Ich bleibe skeptisch ob es wirklich hilft das Erleben zu teilen statt es zu bewahren vielleicht ist das nur ein flüchtiges Spiel mit dem eigenen Verhalten
Vielleicht geht es gar nicht darum zu entscheiden ob man online oder offline ist sondern darum wie man den eigenen Takt respektiert und die Ruhe in der Natur ernst nimmt
Manche reden von Aufmerksamkeit als Ressource und führen damit ein neues Konzept ein ohne es zu definieren es geht um die Frage wer bestimmt was geteilt werden soll