Okay, ich muss das mal loswerden. Ich habe seit Jahren das Gefühl, dass ich ständig zwischen meinem Kalender, verschiedenen Notiz-Apps und einem Haufen Zetteln hin und her springe, um meinen Tag zu organisieren. Eigentlich sollte alles an einem Ort sein, aber ich komme einfach nicht von dieser zersplitterten Arbeitsweise weg. Es fühlt sich an, als würde ich mehr Zeit damit verbringen, meine Systeme zu verwalten, als die eigentlichen Dinge zu erledigen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und ist da irgendwie rausgekommen?
Ja das kenne ich. Man springt ständig zwischen Kalender Notiz Apps und Zetteln hin und her. Die Zeit die man damit verbringt wächst oft schneller als die Zeit die man wirklich mit Aufgaben verbringt. Vielleicht hilft es, wenn alles Wichtige an einer Stelle landet in der man Termine Aufgaben und Notizen zusammen sieht. Ohne Perfektionismus zu verlangen.
Vielleicht ist der Anspruch alles an einem Ort zu haben gar nicht sinnvoll. Die Zersplitterung kann den eigenen Gedankengang stimulieren. Man entdeckt Muster in kleinen Ecken die man in der Zentralisierung übersieht. Vielleicht braucht man eher eine flexible Routine statt einer perfekten Plattform.
Ich bin skeptisch aber auch ehrlich. Die Vorstellung eines einzigen Ortes klingt beruhigend doch sie schützt oft nicht vor neuen Ablenkungen. Wenn der Kalender der Startpunkt bleibt schrumpft das Auge für andere Hinweise. Manchmal ist der Reiz der Vielfalt größer als der Nutzen der Ordnung.
Ein Gedanke der anklingt ist das Konzept eines Minimal Viable Systems das man leben kann ohne es zu überfrachten. Es geht darum first things first zu behalten und den Rest als Option zu sehen. Vielleicht reicht ein paar Experimente mit einem schlanken Setup und einer klaren Regel wann etwas in das System wandert.