Ich habe letzte Woche zum ersten Mal eine Nachbarin, die ich nur flüchtig kenne, zum Kaffee eingeladen. Es war eigentlich ganz nett, aber jetzt grübele ich die ganze Zeit, ob das zu aufdringlich war. Ich möchte nicht, dass sie denkt, ich würde eine sofortige enge Freundschaft erwarten, nur weil wir einmal zusammengesessen haben. Andererseits hat sie sich auch sehr gefreut und von sich aus von ihrem stressigen Job erzählt. Jetzt weiß ich nicht, ob ich den Kontakt einfach wieder einschlafen lassen soll oder ob ich in ein paar Wochen nochmal etwas sagen sollte, wenn ich sie im Treppenhaus sehe. Ich will einfach nur gute Nachbarschaft pflegen, ohne Druck aufzubauen.
Es klingt ehrlich nett und du machst dir zu viele Gedanken. Bleib bei dem einfachen Zweck der Nachbarschaft und setze klare Grenzen ohne Druck. Ein lockeres hallo wenn du sie siehst reicht oft aus.
Wenn du das Verhalten der letzten Begegnung analysierst merkst du dass sie offen reagiert hat und du dich nicht zu viel verengt hast. Die beste Strategie ist vielleicht eine kurze Nachricht in zwei Wochen wenn du sie zufällig siehst freundlich zu sagen dass du den Kaffee angenehm fandst und dass du es bei Gelassenheit belassen willst.
Vielleicht nimmt sie es gar nicht als Einladung wahr sondern einfach als kurze freundliche Treppenhausunterhaltung. Dann wäre jeder Versuch einer Fortsetzung nur aufdringlich. Okay weiterdenken ohne Druck.