Ich habe gerade Staffel drei von "The Crown" durch und bin irgendwie verwirrt. Die neue Besetzung fühlt sich so anders an, dass ich mich frage, ob ich einfach noch zu sehr an Claire Foy hänge. Mir fehlt diese emotionale Verbindung zu den Charakteren, die ich in den ersten beiden Staffeln hatte. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Handlung jetzt in eine Zeit springt, die mir persönlich weniger vertraut ist. Hat jemand ähnliches empfunden, als die Serie die Besetzung gewechselt hat? Ich überlege, ob ich einfach eine Pause brauche oder ob es sich lohnt, weiterzuschauen.
Ja das kenne ich gut. Nach Claire Foy wirkt die neue Besetzung wie eine andere Temperatur, da muss man erst warm werden. Die Emotionen sind vielleicht da, nur anders verteilt oder in einer Sprache die man erst hören muss. Vielleicht braucht man einfach eine Pause oder man bleibt dran weil The Crown trotzdem weiter erzählt.
Ich glaube der Knackpunkt ist der Sprung in die nächsten Jahre und die neue Energie der Figuren. Die Art wie Macht und Familie verhandelt wird ändert sich, und das beeinflusst wie nah man an ihnen bleibt. Die Performance ist gut gemeint, aber der Konflikt zwischen Gewohntem und Neuem kommt stärker rüber als klare Antworten.
Vielleicht missverstehst du den Wechsel und fragst dich eher ob es an der Schminke der Darsteller liegt als an der Geschichte. Man könnte meinen es geht nur um neue Kostüme, aber the Crown bleibt in Kern doch gleich eine Untersuchung von Macht und Verantwortung. Ob der Wandel dem Ganzen eher Tiefe gibt oder es zu glatt macht muss man sehen.
Eine andere Art den Fragen zu stellen könnte sein wie viel die Serie zu einem historischen Dokument taugt wenn die Schauspieler wechseln. Vielleicht lohnt es sich den Fokus zu ändern und nicht auf die Figuren sondern auf die Beobachtung dessen wie Geschichte erzählt wird. Es braucht Zeit um sich neu zu sortieren und das Thema kann auch in einer anderen Richtung interessant bleiben.