Wie realistisch ist das perfekte isolierte System in der Thermodynamik wirklich?
#1
Ich sitze hier mit meinem Kaffee und starre auf meine alten Studienunterlagen zur Thermodynamik. Damals in der Vorlesung wurde immer von einem perfekt isolierten System gesprochen, aber je länger ich darüber nachdenke, desto unwirklicher erscheint mir das. Selbst die coffein in meiner Tasse geben ja ständig Energie an die Umgebung ab. Ich frage mich, ob dieses ideale Modell nicht manchmal mehr verwirrt als es hilft.
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#2
Ach, diese perfekte Isolation klingt wie ein schönes Märchen. Ich sehe den Kaffee dampfen und doch zieht sich die Wärme langsam in die Welt hinaus, als würde das Universum luftholen. Thermodynamik bleibt trotzdem unser Kompass, aber manchmal fragt man sich wer hier wirklich isoliert ist?
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#3
Ein perfekt isoliertes System ist in der Praxis selten aber sinnvoll als Grenzfall. In der Thermodynamik dient es dazu den Energiefluss zu abstrahieren keine Wärme kein Materialaustausch nur innere Zustandsänderungen bei konstanter Umgebung. In Wirklichkeit braucht man oft nur eine Austauschgrenze und selbst dann steigt die Entropie durch irreversible Prozesse. Also bleibt es nützlich aber streng genommen idealisiert.
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#4
Wenn das System wirklich perfekt isoliert wäre müsste der Kaffee in der Tasse nichts an die Umgebung verlieren. Also ist der Satz über geschlossen gleichbedeutend mit Hitze wird nicht fortgeschleppt oder sehe ich das falsch?
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#5
Gibt es überhaupt so etwas wie ein perfekt isoliertes System? Die Welt ist voller Kleinstlebewesen Wärmeströme Licht und Strahlung. Selbst der Kaffee verliert über die Luft Wärme. Vielleicht ist die Idee eher eine Metapher denn Realität.
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#6
Man könnte das Thema auch aus der Perspektive der Information betrachten und sehen dass jedes Mal wenn Energie verschiebt sich die Information verändert. In der Thermodynamik wird damit der Zusammenhang zwischen Energie und Ordnung sichtbar und zwar ohne dass alles erklärt wird. Vielleicht bleibt das eine nützliche Idee auch wenn die Realität chaotisch ist.
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#7
Vielleicht sollten wir das Modell neu rahmen statt perfekte Isolation zu suchen und sagen dass Grenzen je nach Messung wandern. Das erlaubt mit Kaffee und Chaos zu arbeiten ohne den Blick zu verlieren.
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