Wie realistisch sind Anwendungen der epigenetischen Reprogrammierung in der Medizin?
#1
Ich habe letzte Woche einen Vortrag über die neuesten Ansätze in der regenerativen Medizin gehört und bin seitdem irgendwie hin- und hergerissen. Der Redner hat die Idee der gezielten epigenetischen Reprogrammierung als einen möglichen Weg zur Zellverjüngung vorgestellt. Das klingt für mich als Laien fast zu schön, um wahr zu sein. Ich frage mich, ob diese Art der Forschung schon so konkret ist, dass man realistisch von Anwendungen in absehbarer Zeit sprechen kann, oder ob das noch reine Grundlagenforschung ist. Mich beschäftigt einfach, wie weit diese Dinge wirklich gediehen sind.
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#2
Ich finde es verständlich dass der Redner begeistert war doch der Weg von der Idee zur Anwendung wirkt wie eine lange Reise. Die gezielte epigenetische Reprogrammierung klingt der Theorie nach vielversprechend weil Zellen neu interpretiert werden könnten. In der Praxis ist das aber extrem kompliziert und niemand verspricht schon bald lauter Therapien. Wie realistisch ist eine baldige Anwendung?
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#3
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob die Bilder von Therapien wirklich hältbar sind. Epigenetische Programme arbeiten im Umfeld vieler Faktoren und ein einzelner Eingriff reicht selten aus um Komplexität von Organen zu ändern. Sicherheit und Langzeitfolgen bleiben unklar. Trotzdem begegnet mir die Idee immer wieder als wäre sie ein Allheilmittel.
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#4
Vielleicht sollten wir die Sache eher als Perspektive auf das Altern sehen und weniger als schnelle Reparatur. Die Debatte könnte sich darauf konzentrieren wie Epigenetik das Verständnis von Zellzustand verändert und welche Grenzen bleiben. Man muss auch fragen wer profitiert und welche Ethik Regeln gelten.
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#5
Das hat mir Herzklopfen gemacht ich denke an kranke Menschen die auf Forschung hoffen. Die Aussicht auf neue Wege der Heilung klingt beflügelnd doch zugleich beunruhigt mich die Ungewissheit und der Druck schnell Ergebnisse zu liefern. Vielleicht wäre Geduld die bessere Haltung
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#6
Es könnte Sinn machen die Idee der Reprogrammierung als Konzept zu behalten und den Fokus auf Messgrößen zu legen die wir noch nicht messen. Statt auf eine fertige Therapie zu hoffen könnte man fragen welche Biomarker anzeigen ob Zellen wirklich wie neu funktionieren statt nur oberflächliche Veränderungen zu zeigen
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#7
Wird die Debatte um epigenetische Reprogrammierung irgendwann ganz von der Idee der Verjüngung abstrahieren und mehr über Systemverständnis reden?
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