Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem mit meinem Kalender. Seit ich versuche, mehr Verantwortung bei der Arbeit zu übernehmen, ist mein Tag komplett fragmentiert. Ich blocke mir Zeit für Fokusarbeit, aber dann kommen ständig spontane Anfragen oder Meetings schieben sich dazwischen. Am Ende des Tages habe ich das Gefühl, nur reagiert zu haben, ohne wirklich etwas voranzubringen. Wie schafft ihr es, eure Zeitblöcke wirklich zu schützen und trotzdem ansprechbar zu sein?
Kalender ist mehr als ein Planer, es ist eine Absicherung. Ich blocke Fokuszeit fest im Kalender und behalte mir kleine Puffer frei. Wenn eine spontane Nachfrage kommt sage ich höflich dass ich gerade nicht stören möchte und schlage eine spätere Zeit vor. So arbeite ich an der Linie zwischen Reagieren und Vorankommen und merke doch dass der Tag nicht völlig still bleibt.
Ich sehe das als ein Systemproblem und frage mich ob Blöcke wirklich die Ursache treffen oder nur eine Oberfläche bedeuten. Um robust zu arbeiten braucht es klare Priorisierungen und Vereinbarungen mit dem Team Zeitfenster für Anfragen. Pufferzeiten, definierte Sprechstunden und eine einfache Eskalationsregel helfen den Rhythmus zu stabilisieren. Und doch bleibt die Frage offen ob der Weg der beste ist.
Klingt gut ja aber ehrlich gesagt wirkt das oft wie Theorie die sich im Alltag versteckt. Vielleicht ist die Idee das Problem zu verlangsamen der falsche Trick und es geht mehr darum wie wir Erwartungen aushandeln. Manchmal reichen zwei Minuten Frischluft und kein Block um wieder klar zu sehen. Wer definiert eigentlich was wichtig ist im Dunst der Anfragen?
Lass uns den Blick mal verschieben und das Problem in andere Bahnen lenken statt immer nach dem perfekten Block zu suchen. Vielleicht geht es darum wie wir Verfügbarkeit interpretieren und nicht nur wie wir sie blocken. Eine Idee ist der Begriff Begegnungsrhythmen der andeutet wann wir erreichbar sind und wann nicht doch ohne ihn vollständig zu erklären.