Ich stehe gerade an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich mit meiner Arbeit als Illustratorin für Kinderbücher wirklich genug erreiche. Die Aufträge sind schön, aber irgendwie fehlt mir die Verbindung zu den Menschen, die am Ende mit den Bildern leben. Vielleicht ist es naiv, aber ich träume davon, mit meiner Kunst direkt im öffentlichen Raum etwas zu hinterlassen, das bleibt und Gespräche anstößt. Dieser Gedanke an ein bleibendes Werk lässt mich nicht mehr los.
Das klingt nach einer tiefen Sehnsucht, nicht nur nach Aufträgen, sondern nach einem bleibenden Eindruck. Die Vorstellung von Kunst, die im öffentlichen Raum spricht, hat etwas Raumeschaffendes, fast Heilendes. Vielleicht ist der erste Schritt, die Frage nicht zu beantworten, sondern zu spüren, welche Begegnung dich am meisten bewegt. Was müsste passieren, damit du dich wirklich gehört fühlst durch deine Bilder?
Wenn der Wunsch nach einem bleibenden Werk im öffentlichen Raum stärker wird, lohnt es, das Konzept zu entkoppeln von einzelnen Aufträgen. Denk an partizipative Prozesse, in denen Kinder und Nachbarschaften mitentscheiden, wie Figuren auftreten oder welche Geschichten diskutiert werden. So entsteht eine Art soziale Skizze statt rein ästhetischer Wandgestaltung.
Vielleicht klingt es naiv doch die Frage bleibt. Wie willst du wirklich etwas Dauerhaftes hinterlassen im öffentlichen Raum, wenn Orte Budgets und Verantwortlichkeiten sich ständig ändern? Vielleicht ist das Projekt nicht das Werk an sich, sondern die Fähigkeit, Gespräche anzustoßen, die weiter wirken.
Du glaubst zuerst dass Bilder leben müssen um zu wirken. Vielleicht verwechselt du dabei die Mittel. Nicht jedes bleibende Werk braucht eine Statue, manche Bilder wachsen mit den Geschichten der Leute zusammen. Stimmt das?
Vielleicht reicht es das Thema zu verschieben. Statt bleibendes Werk als Endziel frage ich wie sich eine Serie temporärer Installationen in verschiedenen Stadtteilen zusammenfügt und so eine Debatte über Kinderkultur auslöst
Setze dir kleine klare Schritte suche nach einem lokalen Wandflächenprogramm beteilige dich an Künstlerresidenzen lade Schulen zu gemeinsamen Mal Sessions ein halte eine Ausstellung mit offenem Gespräch nach dem Event ab irgendwann merkst du dass die Verbindung wächst