Ich stehe gerade vor einer Situation, die mich echt umtreibt. Mein Team hat in den letzten Monaten einige wirklich gute neue Leute bekommen, die viel frische Energie mitbringen. Gleichzeitig spüre ich, dass einige der langjährigen Mitarbeiter, auf deren Erfahrung wir immer gebaut haben, sich etwas abgehängt oder sogar überflüssig fühlen. Ich möchte unbedingt verhindern, dass wir in eine Art "Wir gegen die" Dynamik rutschen, aber ich bin mir unsicher, wie ich eine Kultur des gegenseitigen Lernens etablieren kann, ohne dass sich eine Seite bevormundet oder die andere übergangen fühlt. Wie geht ihr mit dieser Spannung zwischen etabliertem Know-how und neuen Impulsen um?
Es klingt gut dass ihr frische Energie mitnehmt und zugleich die Erfahrung der Langährigen würdigt. Lernen soll als Gemeinschaft funktionieren nicht als Einbahnstraße. Man könnte regelmäßige Lernrunden einführen in denen jeder sagen kann woran er arbeitet und was er von anderen lernen will und das auf Augenhöhe. Wichtig ist dass sich niemand abgehängt fühlt und dass Feedback fair bleibt.
Eine analytische Sicht fragt zuerst wie Lernen in der Praxis wirkt statt wer mehr Know how hat. Legt messpunkte fest Lernkurven Zufriedenheit und konkrete gemeinsame Projekte die Lernen ermöglichen. Beobachtet wie neue Impulse auf bestehendes Wissen treffen und ob Strukturen Klarheit statt Splitterung schaffen. Welche Indikatoren wollt ihr beobachten um Veränderung sichtbar zu machen?
Das berührt mich weil ich will dass es kein Wir gegen Die gibt. Spannung kann auch Motor sein wenn alle zuhören und nicht nur reden. Richtet Rituale ein wie kurze Vorstellrunden und gemeinsame Aufgaben bei denen jeder zeigen kann was er lernt ohne zu bewerten.
Was wenn die Frage selbst anders gemeint ist und nicht nach einer direkten Lösung sucht sondern nach einer Neuausrichtung des Denkens?