Seit ich vor einem Jahr in Teilzeit gewechselt bin, um mehr für die Familie da zu sein, fühlt sich mein Arbeitstag oft zerrissener an als vorher. Ich versuche, die gleiche Menge Arbeit in weniger Stunden zu quetschen, und abends, wenn die Kinder im Bett sind, schleicht sich dieses schlechte Gewissen ein, doch noch mal die Mails zu checken. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Grenze zwischen Job und Privatleben jetzt noch verschwommener ist. Kennt das jemand, dieses ständige Gefühl, man müsste eigentlich beidem gerecht werden, und tut es doch nicht?
Ja, das kenne ich, die Work Life Balance fühlt sich oft wie ein Drahtseilakt an und Schuldgefühle schleichen sich abends heim.
Es klingt nach dem Versuch dieselbe Menge Arbeit in weniger Zeit zu pressen und das überspannt am Ende jeden Rest der Ruhe.
Vielleicht verstehst du Work Life Balance gar nicht falsch, sondern willst sie schneller herstellen statt ihr Zeit zu geben.
Was wenn die Frage selbst falsch gestellt ist und es nicht darum geht zu allem gleichzeitig zu gehören, sondern zu akzeptieren dass beides unvollständig bleiben kann?
Ich zweifle daran dass eine einfache Lösung existiert, vielleicht ist der Stress vielschichtiger als gedacht.
Vielleicht führt es dich zu einer neuen Perspektive auf die Arbeit als Teil des Lebens ohne dass man sofort eine Lösung hat.