Wie schaffe ich es, aus der perfektionismus-falle beim skizzieren zu kommen?
#1
Ich sitze gerade vor meinem Skizzenbuch und starre auf die leere Seite. Eigentlich wollte ich heute einfach nur eine schnelle, lockere Skizze von meinem Kaffeebecher machen, aber irgendwie hat sich das in eine stundenlange Quälerei verwandelt. Ich fange an, korrigiere eine Linie, radiere sie wieder aus und merke, wie ich immer verkrampfter werde. Das Gefühl, dass jede Linie "perfekt" sitzen muss, bevor ich überhaupt weitermachen kann, lähmt mich total. Ich frage mich, ob andere auch manchmal in dieser Perfektionismus-Falle stecken und wie ihr da wieder rauskommt.
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#2
Ich sitze manchmal so da, die leere Seite starrt zurück und plötzlich wird jede Linie schwer, als müsste sie gleich die ganze Zukunft festhalten. Vielleicht ist es nur ein Stampfen des Gedankens der sich beweisen will, dass er mehr kann als eine Kaffeetasse zu umranden.
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#3
Perfektionismus hat einen Geruch von Logik, doch er ist eher ein Trick des Gedächtnisses. Wir speichern nur die Fehler als Störung, nicht den Prozess des Improvisierens. Vielleicht hilft es die Idee des glücklichen Fehlers zu stibitzen, ohne zu definieren was richtig ist.
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#4
Ich denke du verwechselst Korrekturen mit Bedeutung. Die Linie wird nicht erst Sinn ergeben, wenn sie sitzt, wenn sie sitzt, sondern im Weiterzeichnen. Manchmal ist das Kratzende an der Seite genau das, was die Skizze lebendig macht, auch wenn es chaotisch aussieht.
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#5
Was wäre, wenn die Seite am Ende nur eine Erinnerung an den Prozess bleibt und keine fertige Skizze braucht?
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