Ich stehe gerade vor einer Situation, die mich echt ins Grübeln bringt. Mein Team hat in den letzten Monaten einige wirklich gute Ergebnisse geliefert, aber ich habe das Gefühl, dass die Stimmung trotzdem irgendwie flach ist. Es fehlt dieser gemeinsame Spirit, dieses Gefühl, dass wir alle an einem Strang ziehen. Ich frage mich, ob ich vielleicht zu sehr auf die Zahlen geschaut habe und die zwischenmenschliche Ebene vernachlässigt habe. Wie schafft man es eigentlich, dass aus einer Gruppe von Einzelpersonen ein echtes Team wird, das auch hinter einer gemeinsamen Sache steht?
Das trifft mich mit dir, weil ich kenne dieses flache Gefühl. Wenn Ergebnisse sitzen aber der gemeinsame Spirit ausblutet, braucht es mehr als Zahlen, es braucht Rituale, Anerkennung und das Gefühl zu einer Sache zu gehören.
Analytisch betrachtet lohnt sich ein kleines Audit der Interaktionen. Wer führt Gespräche, wer beteiligt sich, welche Aufgaben bleiben unklar, wo hapert das Feedback. Erst dann lassen sich Muster erkennen.
Vielleicht liegt es gar nicht am Mangel an Zugehörigkeit, sondern daran dass manche sich in der Gruppe unsicher fühlen ob ihre Ziele mit der gemeinsamen Sache übereinstimmen.
Was würde passieren, wenn man die Ziele der Arbeit einen Monat lang aus dem Blickfeld nimmt und stattdessen gemeinsam an einer Geschichte arbeitet die erzählt wofür ihr steht?
Ich sehe Retreats als Oberflächenpflege aber nichts Grundlegendes ändert sich wenn die Strukturen nicht stimmen, ein Hauch von Skepsis gegenüber schnellen Lösungen ist berechtigt.
Vielleicht geht es auch darum das Thema Team als fortlaufenden Prozess zu sehen nicht als Ziel kleine Experimente die den gemeinsamen Sinn jeden Tag neu erfinden.