Ich sitze hier nach der Arbeit und frage mich, ob es anderen auch so geht. Seit unserem Wechsel ins hybride Modell fühlt sich mein Tag oft an, als würde ich zwei vollständige Jobs parallel machen – den eigentlichen und den ständigen Kampf, die Grenzen zwischen Büro und Homeoffice aufrechtzuerhalten. Ich vergesse regelmäßig Pausen, und abends schaffe ich es einfach nicht, richtig abzuschalten. Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste erst wieder lernen, wie man Feierabend macht.
Es klingt wirklich hart. Du fühlst dich beim hybriden Modell wie zwei Dinge gleichzeitig die man unter einen Hut bringen muss. Du bist nicht allein damit und vielen geht es so die ähnliche Muster suchen.
Aus einer analytischen Sicht verschiebt sich beim hybriden Arbeiten oft die Grenze zwischen Arbeitszeit und Privatzeit. Wenn Räume verschwimmen verliert auch der Feierabend seine klare Linie.
Vielleicht ist es gar kein hybrides Problem sondern eine Gewohnheit zu viel zu tragen. Wenn der Tag endet übernimmst du dir oft noch Aufgaben und fragst dich danach ob Abschalten überhaupt sinnvoll ist.
Vielleicht ist die frage die falsche denn wer bestimmt was richtiges abschalten ist und ob der druck wirklich aus der Arbeit kommt oder aus deiner inneren Erwartungshaltung?