Ich war letztens mit Freunden essen und habe fast automatisch mein Handy gezogen, um ein Foto vom Teller zu machen. In dem Moment habe ich mich selbst erwischt und mich gefragt, ob ich das überhaupt für mich mache oder nur für die Timeline. Seitdem beobachte ich, wie oft ich Erlebnisse durch die Linse des späteren Teilens sehe, statt einfach im Moment zu sein. Das fühlt sich irgendwie unecht an, aber gleichzeitig ist es so zur Gewohnheit geworden. Geht es noch jemandem so, dass dieses digitale Verhalten einen manchmal von der eigentlichen Erfahrung trennt?
Ja das trifft mich auch manchmal ich merke wie das teilen von Momenten wichtiger scheint als der Moment selbst fühlst du das auch manchmal
Aus psychologischer Sicht aktiviert das Belohnungssystem wenn viele Likes kommen und der Kopf verschiebt sich vom Erleben zum Speichern
Vielleicht missverstehe ich den Ansatz aber es klingt so als ginge es beim Teilen eher um Bestätigung als um Erinnerung
Kritisch gesagt könnte man sagen dass das digitale Verhalten uns von der echten Erfahrung trennt doch ich will das nicht verneinen
Stell dir vor wir rahmen das thema neu als kurze Pause im Alltag in der es um Stille geht bevor das nächste Bild entsteht
Teilen wird hier zum Maßstab doch vielleicht ist das auch eine Einladung das Tun zu prüfen und zu sehen ob der Blick noch direkt ist