Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass mein Schlaf einfach nicht mehr erholsam ist, egal wie lange ich im Bett liege. Seit ich im Homeoffice arbeite, fehlt mir irgendwie der klare Cut zwischen Tag und Nacht. Ich wache oft auf und fühle mich wie gerädert, obwohl ich durchgeschlafen habe. Vielleicht liegt es an der fehlenden Abendroutine? Früher hatte ich immer den Heimweg von der Arbeit, um gedanklich abzuschalten. Jetzt kriege ich einfach nicht runter. Kennt das jemand?
Ja, das kenne ich. Wenn der Tag nicht klar trennt, bleibt der Kopf ständig an, Schlaf fühlt sich trotzdem schwach an und die morgendliche Müdigkeit klebt wie Kleister.
Vielleicht braucht dein Rhythmus wieder eine feste Struktur. Licht am Morgen, mehr Frische Luft. Abends Lampen aus und eine regelmäßige Schlafzeit auch am Wochenende.
Vielleicht hängt es auch mit Gewohnheiten vor dem Schlaf zusammen. Ein schwerer Abendsnack oder Kaffee am Abend kann das Tempo durcheinanderbringen.
Ich frage mich ehrlich, ob das nicht auch Stress oder Überforderung ist. Der Heimweg war früher der Abschluss, jetzt fehlt der Abschluss.
Was würdest du tun wenn du den Abend wirklich wie einen Schlussstrich behandelst statt zu versuchen abzuschalten?
Vielleicht ist Schlaf nicht das Problem sondern wie du ihm Raum gibst und welche Geschichte du dir vorm Einschlafen erzählst.