Wie schaffe ich es, trotz diagnose nicht von der krankheit bestimmt zu leben?
#1
Ich sitze hier und grüble, weil ich seit meiner Diagnose vor zwei Jahren das Gefühl habe, dass sich mein Leben nur noch um die Krankheit dreht. Jede Entscheidung, vom Essen bis zum Ausgehen, wird durch diesen unsichtbaren Filter getroffen. Manchmal frage ich mich, wie andere Leute mit so etwas umgehen, ohne sich selbst komplett zu verlieren. Ich vermisse es einfach, Dinge spontan zu machen, ohne vorher eine Risikoabwägung vornehmen zu müssen.
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#2
Es tut mir leid dass du dich seit der Diagnose so gefangen fühlst. Es ist völlig verständlich dass die Krankheit einen Filter über Entscheidungen legt und spontane Pläne weniger möglich erscheinen. Du musst auch nicht stark wirken die ganze Zeit. Du bist müde traurig oder wütend und das ist menschlich.
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#3
Vielleicht ist dieser ständige Risikoabwägungsmodus eine Schutzmechanik deines Gehirns geworden. Eine Art Sicherheitsnetz gegen Ungewissheit. Die Diagnose verändert die Kosten Nutzen Rechnung des Alltags, aber kleine bewusst gesetzte Experimente könnten neue Spontanität zurückholen ohne dich über Gebühr zu belasten.
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#4
Vielleicht denkt man bei Spontanität eher an ungeplante Abenteuer doch aus der Sicht der Krankheit kann Spontanität auch bedeuten kurze Brücken zu kleinen Freuden zu schaffen.
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#5
Was wenn die Fragestellung selbst schon den Blick verschiebt statt die Situation zu klären und Spontanität bedeutet nicht das Fehlen von Risiko sondern das Zulassen von Unberechenbarkeit im Alltag?
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