Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Zuhause gerade nicht so richtig ein Ort der Erholung ist. Seit ich im Homeoffice arbeite, vermischen sich die Grenzen total und ich finde einfach keine Ruhe mehr, selbst am Wochenende. Die Wäscheberge im Blickfeld, der unaufgeräumte Schreibtisch – alles fühlt sich nach unerledigter Arbeit an. Ich frage mich, wie andere das schaffen, diesen mentalen Abstand zu finden, wenn die vier Wände gleichzeitig Büro, Wohnzimmer und Rückzugsort sein sollen.
Das klingt echt belastend. Wenn der Schreibtisch zum permanenten Chaos wird und die Wäsche im Blickfeld bleibt, fällt Erholung schwer.
Aus wissenschaftlicher Sicht mischt sich Raumwahrnehmung mit Routine. Wenn Arbeiten im selben Zimmer stattfinden, braucht es klare Grenzen. Versuch eine abendliche Routine wie eine kurze Aufräumphase und einen festen Feierabend Moment, damit der nächste Morgen sich leichter anfühlt.
Du willst vielleicht einfach nur Ordnung statt Erholung. Vielleicht kommt der Stress aber eher von Erwartungen als von Chaos. Könnte es sein dass du die Arbeit in Gedanken noch weiter trägst obwohl der Schreibtisch leer scheint?
Vielleicht ist der Ort gar nicht das Problem sondern der Moment in dem du ihn betrachtest. Was wäre wenn du den Raum nicht als Büro siehst sondern als Provisorium und die Ruhe außerhalb des Hauses suchst zum Beispiel einen Spaziergang vor dem Wochenende?