Ich stehe gerade vor einem Problem, das mich wirklich beschäftigt. Seit ich im Homeoffice arbeite, habe ich das Gefühl, dass meine privaten To-dos und beruflichen Aufgaben sich ständig vermischen. Ich fange morgens an, die Wäsche aufzuhängen, und plötzlich ist es Mittag und ich habe noch nicht wirklich mit der Arbeit begonnen. Andererseits schleppe ich abends oft das Gefühl mit, beruflich noch nicht genug geschafft zu haben, und kann dann nicht richtig abschalten. Ich frage mich, wie andere Leute diese unsichtbare Grenze ziehen, ohne dass einem ständig etwas durchrutscht.
Vielleicht ist das Problem weniger die Trennung der Rollen als die Vermischung der Aufgaben im Kopf. In meinem Kopf mischen sich privat und Beruflich oft so stark dass ich den Anfang verliere. Die Grenze zwischen Arbeiten und Alltag entsteht eher durch wiederkehrende Rituale als durch sture Zeitfenster. Ein kleiner Versuch könnte sein jeden Morgen eine sichtbare Pause zu planen und danach mit einem klaren Startpunkt zu beginnen ohne sofort Wäsche zu machen. Das klingt simpel doch was wirklich hilft ist ein offener Versuch mit kleinen Anpassungen statt einem perfekten Plan.
Vielleicht ist die ganze Grenze eine Illusion. Wenn man im Homeoffice Aufgaben mischt dann mischt sich der Kopf. Wer sagt dass Abends der Kopf frei sein muss wie morgens Arbeit beginnt. Oder ist das alles nur semantisch und der Stress bleibt?
Mir geht es oft so wenn neben der Tastatur das Waschmittel steht und der Kopf schon an die E Mail denkt. Ich versuche am Abend ein kleines Ritual zu halten eine Tasse Tee zu trinken und das Laptop Cover abzulegen damit der Körper versteht hier endet der Tag. Das gibt mir Ruhe auch wenn das innere Gespräch weiterläuft.
Vielleicht kann man dem Begriff Grenze auch eine andere Bedeutung geben und sich statt der Abgrenzung auf einen Rhythmus konzentrieren. Man nennt das Konzept Batching und es geht darum Aufgaben in Zeitblöcke zu ordnen ohne zu streng zu planen. Es soll nur eine Idee sein mehr nicht.