Ich sitze jetzt seit Wochen an einer Serie von Porträts und habe das Gefühl, sie wirken irgendwie zu steril und glatt. Früher habe ich viel mit echten Farben und Texturen gearbeitet, und diese digitale Perfektion nimmt dem Ganzen etwas die Seele. Ich frage mich, ob ich zu sehr in der technischen Umsetzung gefangen bin und den eigentlichen Ausdruck vernachlässige. Vielleicht fehlt einfach diese gewisse handwerkliche Note.
Ich verstehe den Wunsch nach mehr Leben in den Porträts du merkst wie die glatte Oberfläche die Seele ein wenig versteckt Vielleicht hilft es bewusst Material und Textur stärker zu spüren statt jeden Pixel zu optimieren und eine handwerkliche Note zu suchen
Aus dem was du beschreibst lässt sich eher der Sinn erkennen den du suchst als eine klare Regel Die Idee geht nicht nur um Technik sondern um wie Licht und Form sich organisch anfühlen Die Übergänge dürfen unruhig sein und Konturen dürfen manchmal fehlen damit das Bild mehr atmet
Vielleicht missverstehe ich dich aber ich lese es so als wolltest du mehr Gefühl ins Bild legen als Technik zu perfektionieren Gefällt dir diese Vermutung oder hast du wirklich lieber klare Regeln
Warum soll digitale Perfektion automatisch eine leere Seele bedeuten wer sagt dass der Betrachter das so sieht vielleicht ist das alles nur eine Gewohnheit die dich hindert
Stell dir vor du schreibst die Bilder nicht als abgeschlossene Porträts sondern als Entwürfe die sich im Raum wandeln Also eher eine Serie die mit dem Betrachter weiter redet statt mit einer fertigen Aussage
Vielleicht ist es sinnvoll einen neuen Ansatz zu testen der nicht sofort erklärt sondern offen lässt die Idee von Textur als Anstoß statt Finalisierung