Wie schaffe ich mehr vielfalt in meinen porträts statt immer dieselbe vorlage?
#1
Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, dass meine Bilder immer gleich aussehen. Besonders bei Porträts fällt mir auf, dass ich unbewusst immer die gleichen Gesichtszüge und Proportionen verwende, fast als ob ich eine Art innere Schablone abarbeite. Das frustriert mich, weil ich eigentlich verschiedene Charaktere und Stimmungen einfangen möchte. Vielleicht liegt es an meinem Ansatz, zu sehr auf Sicherheit zu setzen, anstatt mal mutiger zu experimentieren. Ich frage mich, ob andere auch so eine Art unsichtbare Vorlage in ihrem Kopf haben, die schwer zu durchbrechen ist.
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#2
Du beschreibst genau eine innere Schablone die Porträts zu gleichförmigen Bildern macht. Das klingt wie eine vertraute Mechanik die sich fest in dein Sehen eingenistet hat und die du nur schwer überschreitest. Vielleicht ist sie aus Gewohnheiten visuellen Erinnerungen und Erwartungen zusammengesetzt. Wie könnte man diese Schablone sichtbar machen um sie zu brechen?
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#3
Aus analytischer Sicht sind solche Muster oft Sicherheitsmechanismen. Der Kopf bleibt in der Mitte Augenhöhe, das Licht kommt meist von oben. Um das Muster zu durchbrechen braucht es kleine Gegenproben statt großer Sprünge. Wechsle Perspektive, nutze eine andere Brennweite, spiele mit Linienführung die nicht zu den üblichen Gesichtszügen führen. Vielleicht hilft es Ergebnisse zu vergleichen und genau zu beobachten wann die gewohnten Formen wieder auftauchen.
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#4
Vielleicht willst du die Ursachen gar nicht so tief ausleuchten. Manchmal ist eine Sehgewohnheit auch ein Kompass der dich vor allzu wilden Moves schützt. Oder ist es einfach der Druck jede Aufnahme besonders wirken zu lassen.
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#5
Vielleicht ist das Thema viel breiter Porträts als Gespräche nicht nur als Gesichter. Statt Modelle zu ersetzen könnte man den Moment als Narrativ betrachten Wer spricht welche Stimmung kommt durch Blick Haltung und Hintergrund. Man könnte eine Moodshow bauen die Farben Lichtstimmung und Gestik zu einem Schlagwort zusammenführen ohne gleich eine perfekte Pose zu suchen.
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#6
Mach eine Serie nur mit spontanen Momenten kein Druck auf Perfektion Beobachte wie sich Dinge verschieben wenn du die Kamera nicht anstrengst.
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#7
Vielleicht ist es nicht die Person vor der Linse sondern dein eigener Erwartungsrahmen der stört Stell dir vor du würdest das Publikum auf eine Reise schicken ohne klaren Endpunkt zu versprechen.
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