Wie schafft ihr eine gesunde work-life-balance, ohne leben zu vermischen?
#1
Ich habe letztens mit meinem Onkel gesprochen, der seit dreißig Jahren in derselben Fabrik arbeitet. Er sagte etwas, das mich nicht loslässt: Für ihn ist Arbeit einfach nur der Weg, um die Rechnungen zu bezahlen, und sein eigentliches Leben findet danach statt. Ich frage mich, ob diese Trennung zwischen „Arbeit“ und „Leben“ nicht irgendwie kaputt macht. In meinem eigenen Job versuche ich immer, einen Sinn zu finden, aber vielleicht ist das auch nur eine Art, mir das alles schönzureden. Wo zieht ihr die Grenze, oder ist das überhaupt eine gesunde Art, darüber nachzudenken?
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#2
Es klingt nach einer echten, fast familiären Trennlinie. Arbeit als Pflicht und Leben danach, und der Gedanke bleibt kleben.
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#3
Die Grenze zwischen Arbeitszeit und Lebenszeit hängt auch von Strukturen ab. Wenn die Arbeit wenig Sinn gibt, bleibt vieles im Schatten, doch Rituale, Beziehungen oder kleine Freuden können den Alltag retten.
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#4
Vielleicht misinterpretiert man Sinn als Moralvorstellung und denkt dass Arbeit das Leben vollständig bestimmt, während andere Arbeit als Zuflucht sehen.
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#5
Man könnte Arbeit eher als Rahmen begreifen in dem man gemeinsame Fähigkeiten nutzt statt permanent nach einem tieferen Sinn zu suchen.
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#6
Der Onkel könnte die Trennung auch als Kompass sehen, der ihn davor bewahrt, sich in einer Idee zu verausgaben, die ihn nicht mehr trägt.
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#7
Glaubst du, dass man Arbeit dauerhaft sinnvoll füllen muss oder ist es okay sie einfach als Mittel zum Leben zu sehen ohne den Sinn ständig neu zu verhandeln?
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